Automatenstahl

INFORMATIONEN:
Automatenstähle sind Stähle für die spangebende Bearbeitung auf Automaten (Décolletage-Stähle). Sie geben bei hohen Schnittgeschwindigkeiten noch hohe Standzeiten der Werkzeuge und eine sehr glatte Oberfläche. Die gute Zerspanbarkeit wird durch erhöhten Schwefelgehalt (ca. 0.008% bis 0.3% S) und zum Teil durch Bleizusatz von ca. 0.2% erzielt. Oft wird auch der Phosphorgehalt erhöht (bis 0.2%), daher sind sie nicht schweissgeeignet.
BEZEICHNUNGSBEISPIELE:
Die Zerspanbarkeit ist bei den Automatenstählen "9 S 20" und "9 SMnPb 28" am besten, sie wird mit steigendem Kohlenstoffgehalt schlechter.
WÄRMEBEHANDLUNG:
Automatenstähle werden normalerweise nicht wärmebehandelt.
KOHLENSTOFF:
Der Kohlenstoffgehalt ist bei den weichen Automatenstählen ca. 0.05% bis 0.12%. Es werden auch Vergütungsstähle und rostfreie Stähle mit Schwefelzusatz hergestellt.
LEGIERUNG:
Automatenstähle sind unlegierte Qualitätsstähle mit erhöhtem Schwefel-, Blei- und Phosphorgehalt. Sie sind daher nicht schweissgeeignet.
VERWENDUNG:
Automatenstähle werden meistens auf Drehautomaten verwendet. Daher auch der Name "Automatenstahl". Die Legierungszusätze ermöglichen auch bei hohen Schnittgeschwindigkeiten gute Standzeiten der Werkzeuge.